Ute buchte bei mir einen zweitägigen Personalworkshop um ihre Küchenstühle aufzuarbeiten. Schnell war klar: die Ideen kommen beim Machen!

Zwei Bistrostühle – keine Idee. Und das Schöne ist: DAS ist überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil!

Ich arbeite sehr gerne intuitiv bei der Gestaltung meiner Möbel und vertraue darauf, dass mir das Möbel im Prozess sagt wie es am Ende aussehen möchte. Denn während ich mich mit der Form beschäftige, schon mal anschleife, das Möbel berühre, drehe und wende, weiß ich plötzlich wie der nächste Schritt aussehen wird.

Ja, das hört sich jetzt vielleicht etwas spirituell an. ABER… es funktioniert – einwandfrei und immer. Ich habe schon Möbel gestaltet die sind komplett anders geworden als ich es mir zuvor vielleicht gedacht habe, aber der Look ist jedes mal absolut passend und richtig. Also nur Mut – die Techniken sind schnell gelernt! Klar, je öfter Du Dich mit der Gestaltung beschäftigst, umso sicherer wirst Du und greifst auf Erfahrungswerte zurück.

Ute hat sich perfekt auf die intuitive Gestaltung einlassen können und es war mir eine große Freude sie dabei zu begleiten!

 Ute schrieb über die zwei wunderbaren Tage folgendes:

“Meine beiden alten Küchenstühle, der eine rot und der andere schwarz lackiert, wollten schon lange aus ihrem kümmerlichen Dasein raus – und sie hatten es auch verdient!

Für den Anfang hätte ich vielleicht nicht gleich mit Stühlen anfangen sollen! 🙂

Tanja hat mir mit Rat & Tat zur Seite, am Stuhl, an der Schleifmaschine, am Pinsel und beim Gestaltungsprozess gestanden. ääähhh…… und gehockt, gesessen und gelegen!  – Überzeugungsarbeit geleistet, motiviert, gelobt und immer wieder mit gütig, strengen Augen das Werk abgenommen.

Mir schwirrt noch etwas der Kopf von Ornamenten, Kreideemulsion, Acrylfarben, Abdeckfarben, 80ziger oder doch 180ziger Schleifpapier. Welcher Lack war jetzt noch mal besser zum Abdecken und wie muss ich die Servietten anbringen????  und wieso sieht das bei mir anders aus, als bei Tanja? und worauf muss ich bei der Wahl des Musters achten? Und die ganz große Frage:  Warum hab ich Muskelkater vom Schablonieren bekommen?

ach, ja weniger ist dann am Ende auch mehr… und ich bin stolz auf mein Werk und überglücklich ob meiner zwei neuen Mitbewohner!”

Danke Dir liebe Ute und ich finde Du hast Deinen Stühlen einen tollen Look verpasst!

und hier kannst Du den Entstehungsprozess verfolgen. Ute hat festgestellt, daß die Ideen beim MACHEN kommen! Deswegen mein Rat: Fang immer erst mal an! Lege Dir verschiedene Muster und Farben bereit, schmeiße Deine Zweifel über Bord und lass Dich intuitiv leiten.

bunte Grüße Tanja